Rinderarbeit

In Südeuropa werden traditionell die Rinder durch berittene Hirten betreut. Ne­ben dem Treiben der ganzen Herde ist dabei auch immer wieder das Abtren­nen eines einzelnen Rindes erforderlich (zum Kastrieren, Markieren, Sortieren der Herde usw.). Dies wird durch die Prüfung in der Rinderarbeit simuliert in dem ein vorgegebe­nes Rind von der Herde getrennt und in einen Pferch verbracht wird.

Die Rinderarbeit nach WAWE ist eine Prüfung auf Zeit, dem Reiter stehen maximal 3 Minuten zur Verfügung, um das Rind auszusortieren, wobei der Schnellste gewinnt. Dafür steht dem Reiter ein Team von drei Helfern zur Verfügung. Nach WAWE wird ein Platz von mindestens 80m x 30m gefordert. Bei uns steht weniger Platz zur Verfügung, was den Druck auf die Rinder und somit den Stress­faktor erhöht. Darum wird in der Schweiz die Prüfung in zwei Teile gegliedert, einen tech­ni­schen und einen auf Zeit. Das Gesamtresultat der Rinderarbeit ergibt sich aus dem Durch­schnitt der Platzierungen in den beiden Prüfungen. Durch den zusätzlichen technischen Prüfungsteil soll das rinder- und pferde­schon­­en­de Arbeiten nicht nur gefördert sondern auch benotet werden. Hierbei gilt es, Stress für Rinder und Pferde zu vermeiden, und schöne Rinder­­arbeit zu zeigen.